Moin Moin,
möchte hier einen kleinen Bericht über unsere diesjärige Hochseeangeltour abgeben.
Schlusie, der Niki und der Koerty waren vom 03.08. – 04.08.09 auf einer
Hochseeangeltour, von Dänemark aus Richtung Norwegen unterwegs.
Erster Tag, Zielfisch: Leng
Auf den Kahn ging`s Montagmorgen um 01:00 Uhr, Richtung Norwegen, alle Mann an Bord,
Geräte verstauen und gegen 02:00 Uhr ab in die Kojen, die Fahrt war ganz schön schaukellig,
die Nordsee ist halt etwas rauher als die Ostsee.
Morgens um 09:00 Uhr war wecken angesagt, bis zum ersten Angelstopp sollte es aber noch
bis 11:30 Uhr dauern.
Dann ging es Schlag auf Schlag, die Naturköder mit ca. 0,8 – 1,0 KG Blei auf Grund geschickt,
Tiefe max. 70 Meter, und schon zappelten die ersten Leng an Deck.
Hier und da ging auch mal ein kapitaler Dorsch an den Haken, die Leng waren alle nicht kleiner
als 90 cm und auf jeden Fall, "gut im Fleisch".
Niki war am ersten Tag schwer von der Seekrankheit heimgesucht worden, aber am nächsten
Tag "Fischerman reloaded" stand er, mit seinen 14 Jahren, genau wie alle anderen mit beiden
Beinen im Fisch.
So angelten wir den ganzen Tag, bis 21:30 Uhr, der Käpt`n ist ein Vollblutfischer,
dreißig Jahre Berufsfischer sprechen für sich, er fuhr die markanten Punkte zielgenau an,
meistens Wraks, Köder ins Wasser und schon waren wieder alle Ruten krumm.
Das Motto der Tour lautete, Fisch oder Wrak.
Dem entsprechend waren auch die Verluste, sorry Toci !
Dann noch etwas zwischen die Zähne, ein kurzer Plausch und ab in die Kojen.
Zweiter Tag, Zielfisch Dorsch:
Um 07:00 Uhr war diesmal die Nacht vorbei, gäähn, kurz einen Kaffee und los ging die wilde Jagd
nach den Bartelträgern.
Wie schon am Vortag, ging es schon beim ersten Stopp richtig zur Sache, kaum waren die Pilker
am Grund angekommen, waren die Ruten reihum zum Bersten gebogen.
Die Dorsche waren alle nicht kleiner als 60 – 70 cm, zweistellige waren der Normalfall,
Schlusies schwerster hatte 20 Pfund meiner "nur" 15 Pfund,
dafür hatte ich am Vortag, von uns dreien, den größten Leng, 1,14 Meter.
Also die Metermarken sind geknackt und zweistellige in rauhen Mengen.
Den schwersten Dorsch hatte der Thomas, mit der Angel seines Opas gefangen, die er nie in
Norwegen fischen konnte, wofür er sich die Rute einst kaufte.
Eine geballte Ladung pure Kraft, von 30 Pfund.
Am Ende hatten alle so viel Fisch, dass wir einstimmig mit dem Angeln aufgehört und
Richtung Heimathafen gefahren sind.
Zum guten Schluß haben wir drei zusammen 47 KG Filet mit nach Hause gebracht, es hätten
locker mehr sein können aber wir hatten keinen Platz mehr, und sind einstimmig der Meinung,
dass das die geilste Angeltour unseres bisherigen Lebens war.
Bitte habt Verständniss das es nicht mehr Bilder gibt aber wir waren auf einer Angeltour
und nicht auf einer Fotosafarie.
Petri Heil
Koerty





